Wechselrichter

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Der Wechselrichter ist das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Er wandelt den von den Photovoltaikmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um. Ein Wechselrichter kann im Inselbetrieb zur Versorgung nicht netzgebundener Verbraucher betrieben werden. Speist der Wechselrichter in das öffentliche Stromnetz ein, handelt es sich um einen netzgebundenen Wechselrichter oder genauer gesagt um ein Netzeinspeisegerät. Es gibt vier verschiedene Arten von Wechselrichtern. Modul-, String-, Multi-String und Zentralwechselrichter. Modulwechselrichter wandeln die Gleichspannung direkt am Modul um, wodurch zwar geringe Leitungsverluste entstehen, jedoch können hohe Verluste beim Umwandeln des Stromes entstehen. Außerdem benötigt so jedes Modul seinen eigenen Wechselrichter was die Kosten einer Anlage deutlich steigern würde. Stringwechselrichter wandeln die Gleichspannung innerhalb des Gerätes in einem Strang um, Multi-String-Wechselrichter in mehreren. Zentralwechselrichter können hohe Spannungen und Stromstärken verarbeiten und kommen bei Photovoltaikparks zum Einsatz.
Eine wichtige Kenngröße jeden Wechselrichters, ist die Effizienz/ der Wirkungsgrad, mit der er den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt. In der Regel werden hier gleich zwei Zahlen angegeben: Die maximale Effizienz, die der Wechselrichter in seinem optimalen Betriebspunkt erreicht und der Europäische Wirkungsgrad. Hierbei werden verschiedene Teillastbereiche mit wahrscheinlichen Auftretensdauern gewichtet, um so einen realen Einsatz unter europäischen Klimabedingungen zu simulieren. Der Europäische Wirkungsgrad ist folglich immer geringer als der maximale Wirkungsgrad.